Category Archives: Spielberichte

In den letzten 20 Jahren, in denen der Computer unsere Wohnungen in Besitz genommen hat und fast jeder einen zu Hause hat, wurden natürlich auch unzählig viele Computerspiele produziert. Dabei waren auch immer ein paar Spiele, die von recht bekannten Studios produziert, vor dem Erscheinen groß angekündigt wurden und dann bei der Veröffentlichung maßlos enttäuschten. Jedoch haben sie es irgendwie geschafft, sich dadurch Kultstatus zu erarbeiten und sind bis heute bekannt und besitzen eine treue Fangemeinde. Das hat vor allem damit zu tun, dass die Atmosphäre in dem Spiel einfach so unglaublich mitreißend ist, dass man auch einmal über ein paar Fehler und taktische Mängel hinwegsieht.

Ein Beispiel wäre dafür “Deadly Premonition”. Dort ist die Steuerung einfach nur schrecklich und furchtbar und wirklich gut aussehen tut das Spiel auch nicht. Doch was macht das in Japan produzierte Spiel dann so zum Kult? Es ist die Story, die einen von der ersten Minute an in den Bann zieht. So geht es um einen FBI-Agenten der mit einer imaginären Person spricht und und in einer kleinen Stadt einen Mordfall lösen muss, der mehr Auswirkungen hat als zunächst angenommen. Man nimmt dem Spiel die Geschichte einfach ab!

Ein anderes Beispiel ist “Vampire: The Masquerade -Bloodlines”. Diese wurden von den Produzenten der erfolgreichen “Fallout” Reihe produziert und erschien kurz nach “Half Life 2″. So wurde versucht, aus einer Ego-Shooter Technik heraus ein Rollenspiel zu konzipieren, was deutlich daneben ging. So ging es sogar so weit, dass das Entwicklungsstudio nach der Veröffentlich schließen musste, da das Spiel so schlecht war. Im Internet ist das Spiel jedoch immer noch bekannt und einige Fans haben die gröbsten Fehler bisher behoben, sodass man auch diese Geschichte gerne durchspielen mag.


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The Next Big Thing, Quelle: jeuxvideo/Flickr.com

The Next Big Thing, Quelle: jeuxvideo/Flickr.com

Die bekannten Pendulo Studios haben sich bei ‘The Next BIG Thing‘ selbst übertroffen. Die Spanier haben die gängigen Charakter zur Seite gelegt und etwas Neues erschaffen. Ein ganz großes Ding, eben The Next BIG Thing. Das Abenteuer rund um zwei Journalisten der 50er Jahre schein wie eine abgedrehte Abendteuer-Party. In dieser Welt, in der Menschen und Monster nebeneinander leben, werden das Pärchen Daniel ‘Dan’ und Elizabeth ‘Liz’ losgeschickt, um eine Verschwörung zu enthüllen. Dan ist ein egoistischer aber auch erfolgreicher Sportreporter, der beauftragt wurde auf Liz, den Frischling im Team aufzupassen.

Ihr erstes Ziel ist ein Horrorfilmfestival. Von hier aus sollen sie vom Geschehen berichten. Hier fängt die Story interessant zu werden. Dan bemerkt wie das Monster Big Albert versucht in die Villa des Filmproduzenten Fitz Randolph einzubrechen. Hier findet die Aftershow-Party statt. Liz kann den recht unmotivierten Dan überzeugen der Sache nachzugehen und beide machen sich auf dem Weg zur Villa. Beide erwartet eine abgefahrene Party mit noch durchgedrehteren Gästen.

Das Spiel ist von Anfang an spannend und humoristisch. Das ungleiche Paar zankt sich wo und wann es nur geht. Das Setting des Spiels ist hervorragend. Fast ein bisschen verspielt, so wie man es von den Runaway-Spielen gewohnt ist. Dem Auge wird etwas geboten. Einzig und allein die Hintergrundanimationen scheinen etwas unausgereift zu sein. Doch die 3D-Figuren machen alles wieder gut. Auch der Sound kann sich hören lassen. Alles ist bis ins kleinste Detail ausgetüftelt. Besonders gut ist die Handlung gelungen. Hier werden Anspielungen auf verschiedene Filme und bekannte Fernsehproduktionen gemacht. Die handgezeichneten Details fügen sich wunderbar in den Rest des Spiels ein. Comicfreunde werden einen großen Spaß an ‘The BIG Thing’ haben.


Magicka ist ein neues RPG, was etwas anders ist, als seine Kunkurrenten.

RPG ist eine englische Abkürzung und steht für Role Playing Game. Dies sind Rollenspiele, die sowohl online als auch als Pen & Paper Rollenspiele gespielt werden könne. Dabei werden fiktive Figuren erschaffe, die im der Regel in fantastischen Welten fern ab der Realität existieren und Kämpfe miteinander austragen. Meistens geht es um das Vernichten des Feindes bzw. des Gegners und in der Regel spielt man zusammen mit anderen. Die Spieler besitzen dabei ein Inventar, das mit Steinen, Rüstungen oder Zauberbüchern gefüllt wird.

Magicka besitzt so ein Inventar nicht. Es werden nur tote Elche gesammelt. Erstmal klingt dies sehr skurril, doch letztlich macht es einen großen Spaß!

Das Spiel beginnt im Wald, wo man von einer armen Bäuerin angesprochen wird. Daraufhin springen Goblins aus dem Unterholz und ein Kampf beginnt, der erstmal schnell gewonnen ist. Somit ist der erste Quest erfüllt.

Das Spiel nimmt weder sich noch andere Rollenspiele erst und hat eine wahnsinnig komische Fantasiesprache, die den Humor des Spieles darlegen soll. Es wird versteckt auch immer wieder auf „Herr der Ringe“, „Star Wars“ oder „300“ verwiesen. Auch dies ist äußerst amüsant.

Magicka bietet neben seinen Witzen ein gutes Casting- System. Der Spieler hat acht Elemente zum Kämpfen zur Verfügung. Dies sind Wasser, Leben, Schild, Eis, Blitz, Arkane, Energie, Stein und Feuer. Diese Elemente können miteinander kombiniert werden, wodurch sich die Wirkung der Elemente intensiviert.

Die Tastenkombinationen sind anfangs sehr gewöhnungsbedürftig und erscheinen als unmöglich erlernbar, doch schon nach kurzer Zeit gehen sie einem in Fleisch und Blut über.


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Bei der gamescom dominieren zur Zeit vor allem Sequels, sodass es kaum Spiele gibt die keine Fortsetzungen sind und eine 2 oder 3 hinter ihrem Namen besitzen. Eine der wenigen Ausnahmen ist “Dishonored” und sticht auch gerade deswegen aus der grauen Masse hervor. Wen solche Spielkritiken nicht interessieren und wer lieber selbst aktiv wird, sollte vielleicht hier online suchen.

Der Aufbau des Spieles ist sehr interessant und auch die Grafik sehr ansprechend. So spielt man bei diesem Spiel einen Charakter in einer fiktiven Parallelwelt. Als Vorbild diente dabei für den Entwickler die englische Hauptstadt London. Zeitlich gesehen spielt das Spiel ungefähr im 20. Jahrhundert, wird aber von Menschen bewohnt die sich im Kleidungsstil eher am 17. Jahrhundert orientieren. Man selbst ist Mitglied der Wache der Königin gewesen. Da man aber beschuldigt wurde diese ermordet zu haben wurde man verstoßen. Nun beginnt an dieser Stelle das Spiel, denn man selbst weiß das man nicht verantwortlich für den Mord war. So ist es die Aufgabe des Spielers den Komplott der hinter dem Mord steckt aufzudecken und somit die eigene Unschuld zu beweisen.

Das ist Spiel bietet eine interessante und abwechslungsreiche Mischung aus  Schleich- und rasanten Angriffssequenzen, sowie aus genügend Freiraum zur ungezwungenen Erkundung der Stadt. Somit bleibt es einem selbst überlassen, ob man mit einem Dolch oder einer Armbrust die Wachen töten möchte oder sie lieber leben lässt und sich an ihnen vorbei schleicht. Der Nachteil am Morden ist, dass das Chaos in der Stadt immer größer wird und es auch immer mehr Ratten gibt. Den Ratten kommt sowieso ein interessanter Faktor in diesem Spiel zu. So flüchten diese einzeln vorm Menschen und aus der Stadt, tun sich im Rudel jedoch zusammen und greifen den Spieler und andere Menschen an.

So gilt es die richtige Mischung aus den verschiedenen Spieloptionen zu finden.

Gaming, Quelle: daniel stricker / pixelio.de

 


Beim Thema Piraten denkt man spätestens seit den Fluch-der-Karibik-Filmen an atemberaubende Action und außergewöhnliche Abenteuer rund um Schätze und Seeschlachten. Das das nicht zwangsläufig so sein muss beweist das PC Game „Pirates of Black Cove“ ein Piraten-Spiel mit absurd simplen Seeschlachten, schrulligem Humor und überzeichneten Figuren inklusive Piratenslang und doch ist es irgendwie lustig.
Das Spiel kommt charmant daher, deshalb mag man auch die eine oder andere unkreative Passage hinnehmen, doch es kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Spiel insgesamt einfach nicht wirklich ein spannendes Action-Adventure ist sondern eher voraussehbar vor sich hin dümpelt und man denken könnte es spiele sich von selbst.

Sehr deutlich wird dieser Eindruck dann auch bei den Seeschlachten, eigentlich dem Herzstück eines jeden Computergames über Piraten. Diese in „Pirates of Black Cove“ zu gewinnen bedarf nicht mal ansatzweise harter Gaming-Arbeit. Trotz Piratenflagge am gegnerischen Schiff kann man fast bei jedem Duell das Schiff so weit an das des Gegners ranfahren, dass man nur noch einen Schuss braucht und schon ist dieser besiegt. Das ist nicht nur langweilig sondern man verliert auch den Spaß nach einer gewissen Zeit. Und selbst wenn die Gegner mal von sich aus angreifen, was wirklich so gut wie nie vorkommt, bedarf es nur ein bisschen im Kreis fahren und ballern per Linksklick und dann ist auch dieses Gefecht wieder beendet. Das einzige was komischerweise nicht leicht funktioniert ist es, ein flüchtendes Schiff einzuholen und zu besetzten, selbst wenn dieses schon in Flammen steht.

Wer also einen netten Nachmittagsvertreib am PC sucht mit ein bisschen Humor und Piraten-Atmosphäre, der kann sich „Pirates of Black Cove“ getrost zulegen. Für alle die jedoch ein ausgeklügeltes Adventure-Game mit Taktik und Spannung erwarten ist das Spiel definitiv nichts.


Ich habe den neusten Clou der Rockstarstudios San Diego in der Konsole gehabt und getestet. Dabei handelt es sich um “Midnight Club: Los Angeles“. Natürlich hat da auch meine persönliche Meinung sehr mit rein gespielt, doch dass muss bei einem Zocker erlaubt sein. Denn ich gebe zu: Ich habe die Midnight Club-Serie immer gegenüber den Need for Speeds und wie sie alle heißen, favorisiert. Und der Abstecher nach Los Angeles zeigt mir mit seinem klassischen, aber behutsam optimierten Arcade-Ansatz, der Benzin unverhohlen mit Adrenalin mischt, dass ich richtig liege. Das Geschwindigkeits-Gefühl ist phänomenal, das Prinzip der offenen Streckenführung auch in Zeiten von Burnout Paradise unerreicht, das visuelle Tuning beispielhaft.

Screenshot, Foto: copssuckftp_flickr

Und dann erst die Kulisse: Dass Rockstar San Diego die kalifornische Metropole nicht maßstabsgetreu umgesetzt hat, störte mich nur am Anfang. Denn die Detailfreude, die einem nicht nur bei den bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern an jeder Straßenecke ins Auge springt, sorgt zusammen mit der stets flüssigen Bildrate immer wieder für Wow-Momente zumal sie auch in den coolen Mehrspieler-Duellen für bis zu 16 Spieler konstant bleibt. Dass Midnight Club L.A. im Gegensatz zum Vorgänger trotz aller Verbesserungen und der Prachtgrafik kein Platin erhält, scheitert an Kleinigkeiten, die sich allerdings summieren: Vereinzelte Grafikfehler z.B. wie die seltenen Textur-Nachlade-Probleme, die mich kurzzeitig aus dem Spiel reißen. Die inkonsequente Polizei-Einbindung. Oder auch die vollkommen unbrauchbaren Rückspiegel. Ganz zu schweigen von dem Fauxpas, dass sich der PDA unübersichtlich auf die Minimap legt. Die kleinen Mehrspieler-Probleme wie fehlende Handicap-Möglichkeiten oder die analog zur Teilnehmerzahl erhöhte Lag-Gefahr sowie die fehlenden Leistungsdaten in der Lobby-Fahrzeugwahl sollen ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Doch in einem Punkt beißt die Maus keinen Faden ab: Auch beim ersten HD-Auftritt zeigt die Midnight Club-Serie der versammelten Konkurrenz nahezu spielerisch leicht, wie prachtvoll und wie einfach, wie packend und fordernd ach so schnöde Arcade-Rennen sein können.

Also von mir gibt es da definitiv eine Kaufempfehlung!


Schlagwort Wolke