Category Archives: Konsolenspiele
Bei der gamescom dominieren zur Zeit vor allem Sequels, sodass es kaum Spiele gibt die keine Fortsetzungen sind und eine 2 oder 3 hinter ihrem Namen besitzen. Eine der wenigen Ausnahmen ist “Dishonored” und sticht auch gerade deswegen aus der grauen Masse hervor. Wen solche Spielkritiken nicht interessieren und wer lieber selbst aktiv wird, sollte vielleicht hier online suchen.
Der Aufbau des Spieles ist sehr interessant und auch die Grafik sehr ansprechend. So spielt man bei diesem Spiel einen Charakter in einer fiktiven Parallelwelt. Als Vorbild diente dabei für den Entwickler die englische Hauptstadt London. Zeitlich gesehen spielt das Spiel ungefähr im 20. Jahrhundert, wird aber von Menschen bewohnt die sich im Kleidungsstil eher am 17. Jahrhundert orientieren. Man selbst ist Mitglied der Wache der Königin gewesen. Da man aber beschuldigt wurde diese ermordet zu haben wurde man verstoßen. Nun beginnt an dieser Stelle das Spiel, denn man selbst weiß das man nicht verantwortlich für den Mord war. So ist es die Aufgabe des Spielers den Komplott der hinter dem Mord steckt aufzudecken und somit die eigene Unschuld zu beweisen.
Das ist Spiel bietet eine interessante und abwechslungsreiche Mischung aus Schleich- und rasanten Angriffssequenzen, sowie aus genügend Freiraum zur ungezwungenen Erkundung der Stadt. Somit bleibt es einem selbst überlassen, ob man mit einem Dolch oder einer Armbrust die Wachen töten möchte oder sie lieber leben lässt und sich an ihnen vorbei schleicht. Der Nachteil am Morden ist, dass das Chaos in der Stadt immer größer wird und es auch immer mehr Ratten gibt. Den Ratten kommt sowieso ein interessanter Faktor in diesem Spiel zu. So flüchten diese einzeln vorm Menschen und aus der Stadt, tun sich im Rudel jedoch zusammen und greifen den Spieler und andere Menschen an.
So gilt es die richtige Mischung aus den verschiedenen Spieloptionen zu finden.

Gaming, Quelle: daniel stricker / pixelio.de

GTA 4, Foto: brerlappin_flickr
Grand Theft Auto gehört wohl zu einer der wichtigsten Reihen in der heutigen Konsolen- und Spielelandschaft. So fing GTA damals in den ersten beiden Teilen mit einer ganz einfachen zwei dimensionalen Vogelperspektive an und entwickelte sich dann zu einem wahnsinnig guten 3D Rollenspiel. So überraschte und begeisterte damals GTA 3 mit seiner Geschichte und vor allem auch mit der Grafik. Anschließend kamen die Nachfolger GTA Vice City und GTA San Andreas, welche nicht weniger beeindruckten und die Reihe in Ehren fortsetzten. Vor allem die Spielfreiheit überzeugte bei diesen Spielen. So ist es zwar möglich, die Story strikt runter zu spielen. Doch dadurch würde einem eine Menge entgehen und man würde wahrscheinlich nur die Hälfte der wunderschönen Städte wahrnehmen. So lädt kaum ein anderes Spiel wie dieses den Spieler dazu ein das Spiel auf eigene Faust zu erkunden und die Stadt und deren Bewohner kennen zu lernen.
Nach den Ausflügen nach Sand Andreas und Vice City kehrt das Spiel nun im vierten Teil wieder nach Liberty City zurück. Somit heißt nun dieser Titel auch ganz simpel GTA 4 und reiht sich somit ein. Dieses Mal ist der Hauptcharakter wie in allen anderen GTA Teilen bisher auch, ein typischer Antiheld und nicht gerade ein zimperlicher Bursche. Hier handelt es sich um Niko Bellic, einen Osteuropäer, der nach Amerika gekommen ist, da er in seiner Heimat zu viel Mist gebaut und zu viele Leichen im Keller hatte. Doch auch Amerika scheint nicht das Gelbe vom Ei zu sein und somit muss sich Niko hier erst einmal behaupten und zeigen was er drauf hat.
Spielerisch gibt es nicht wirklich etwas neues aber auch nichts enttäuschendes. Man könnte sagen, dass alle bisherigen Teile in diesem vierten Teil ihre Perfektion finden und den Spieler begeistern wollen.
Ich habe den neusten Clou der Rockstarstudios San Diego in der Konsole gehabt und getestet. Dabei handelt es sich um “Midnight Club: Los Angeles“. Natürlich hat da auch meine persönliche Meinung sehr mit rein gespielt, doch dass muss bei einem Zocker erlaubt sein. Denn ich gebe zu: Ich habe die Midnight Club-Serie immer gegenüber den Need for Speeds und wie sie alle heißen, favorisiert. Und der Abstecher nach Los Angeles zeigt mir mit seinem klassischen, aber behutsam optimierten Arcade-Ansatz, der Benzin unverhohlen mit Adrenalin mischt, dass ich richtig liege. Das Geschwindigkeits-Gefühl ist phänomenal, das Prinzip der offenen Streckenführung auch in Zeiten von Burnout Paradise unerreicht, das visuelle Tuning beispielhaft.

Screenshot, Foto: copssuckftp_flickr
Und dann erst die Kulisse: Dass Rockstar San Diego die kalifornische Metropole nicht maßstabsgetreu umgesetzt hat, störte mich nur am Anfang. Denn die Detailfreude, die einem nicht nur bei den bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern an jeder Straßenecke ins Auge springt, sorgt zusammen mit der stets flüssigen Bildrate immer wieder für Wow-Momente zumal sie auch in den coolen Mehrspieler-Duellen für bis zu 16 Spieler konstant bleibt. Dass Midnight Club L.A. im Gegensatz zum Vorgänger trotz aller Verbesserungen und der Prachtgrafik kein Platin erhält, scheitert an Kleinigkeiten, die sich allerdings summieren: Vereinzelte Grafikfehler z.B. wie die seltenen Textur-Nachlade-Probleme, die mich kurzzeitig aus dem Spiel reißen. Die inkonsequente Polizei-Einbindung. Oder auch die vollkommen unbrauchbaren Rückspiegel. Ganz zu schweigen von dem Fauxpas, dass sich der PDA unübersichtlich auf die Minimap legt. Die kleinen Mehrspieler-Probleme wie fehlende Handicap-Möglichkeiten oder die analog zur Teilnehmerzahl erhöhte Lag-Gefahr sowie die fehlenden Leistungsdaten in der Lobby-Fahrzeugwahl sollen ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Doch in einem Punkt beißt die Maus keinen Faden ab: Auch beim ersten HD-Auftritt zeigt die Midnight Club-Serie der versammelten Konkurrenz nahezu spielerisch leicht, wie prachtvoll und wie einfach, wie packend und fordernd ach so schnöde Arcade-Rennen sein können.
Also von mir gibt es da definitiv eine Kaufempfehlung!
