Category Archives: Internetgames

© Klaus Eppele - Fotolia.com

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Bislang ist die Alterseinstufung für Online-Spiele nicht Sache der USK, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle wie für reguläre Computerspiele, sondern Aufgabe der obersten Landesjugendbehörden. Das soll sich nun ändern: Durch den Wachstum von Spieleplattformen im Internet und immer mehr Browsergames ist laut dem Bundesfamilienministerium und deren Chefin Kristina Schröder eine Änderung des Jugendschutzgesetzes notwendig geworden.

Künftig sollen also alle Computerspiele, ganz egal, wie sie vertrieben oder gespielt werden, unter das Jugendschutzgesetz fallen und damit von der USK überprüft werden. Für Spieleplattformen im Internet ist das die Gelegenheit, ein rechtssicheres und anerkanntes Kennzeichen zu bekommen, um jugendschutzkonform Online-Games vermarkten zu können. Vor allem für besorgte Eltern könnten solche Siegel eine große Rolle spielen und die Angst mindern, der Nachwuchs würde beim Spielen im Internet mit zu viel Gewalt oder Sexualität konfrontiert. Die Rahmenbedingungen zum Schutz von Kindern im Internet würde so erneut gestärkt und die heutzutage jeder Grundlage entbehrenden Kluft zwischen Online und Offline würde endlich aufgehoben. Nicht nur das Bundesfamilienministerium spricht sich für die Novelierung des Jugendschutzgesetzes aus, auch die USK begrüßte den Vorschlag und sieht diesen als große Chance für Eltern, Kindern wie Spieleherstellern.

Auch der Geschäftsführer des Bundesverbands für Interaktive Unterhaltungssoftware findet das Vorhaben an sich sinnvoll und wichtig und weist darauf hin, dass sich die Spieleindustrie in den vergangenen Jahren eben massiv verändert habe. Dass die Gesetzesgrundlagen für Spiele nun allgemein übersichtlicher und klarer werden sollen, findet er richtig, doch kommentiert er die geplante Gesetzesänderung konkret sehr vorsichtig – vor allem die geplanten Jugendschutz-Tools zur Authentifizierung der Spieler dürfte seinen Interessen zuwider laufen.

Die Bundesfamilienministerin wird den Gesetzesvorschlag in Kürze zur Abstimmung an die beteiligten Bundesministerien einreichen. Zurück geht der Vorschlag übrigens auf die Diskussionsrunde „Dialog Internet“, die sie im Herbst 2010 startete.


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© Arman Zhenikeyev - Fotolia.com

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Ein deutsche Bezeichnung für Alternate Reality Games, kurz ARGs genannt, existiert nicht. Damit sind internetgestützte Spiele gemeint, die versuchen, die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fantasie verschwinden zu lassen. Diese Spiele stammen aus den siebziger und achtziger Jahren, als Pen-and-Paper-Rollenspiele ganz aktuell und beliebt waren. Ein solches Spiel war „Das schwarze Auge“. Das ist das Spiel, bei dem damals ein Würfel mit zwanzig Seiten und ein telefonbuchdickes Regelwerk zum Einsatz kamen. Das Spiel hat pubertierenden Jungs dazu verholfen, sich – zumindest in ihrer Phantasie – in Zwerge und Druiden zu verwandeln.

Diese Tradition in Sachen Spiele ist später ins Internet gewandert. Auch der Krimi-Markt hat die crossmedialen Rollenspiele für sich entdeckt. Vor einigen Jahren hat Droemer Knaur USB-Sticks mit verwackelten Videos an den Kunden gebracht. Diese Aktion wurde damals durch Hinweise auf eine Website begleitet. Auf besagter Webseite konnte der geneigte Leser (oder besser gesagt Spieler) Kontakt mit einem Jungen im Alter von zehn Jahren aufnehmen, der von sich glaubte, die Reinkarnation eines Serienmörders zu sein. Dabei handelte es sich um die Hauptfigur aus dem Bestseller „Das Kind“ von Sebastian Fitzek.

Heute werden immer mehr Thriller von Alternate Reality Games begleitet. Ein solches Spiel hat der Verlag Rowohlt als Begleitprodukt zum Roman „Ich bin der Herr deiner Angst“ von Stephan M. Rothers. Das Buch handelt von einem Serienkiller, der bereits in den 80er Jahren Menschen in den Tod trieb. Rowohlt hat das Spiel, welches das Buch begleiten soll, bereits fünf Wochen vor dem Erscheinen des Romans an die Spieler gebracht. Dabei wurden verschiedene Kärtchen mit Angst-Motiven verschickt, die ersten Mitspieler konnten sich über Google finden. Das Spiel handelt von einer Frau, die in Hamburg entführt wurde, von ihrem Entführer – dem „Herr der Angst“. Durch seine neueste Tat versucht er, für einen weit zurückliegenden Mordfall öffentliche Aufmerksamkeit zu erzeugen. Auch wenn die Spieler das Ganze sicherlich nicht ganz ernst nehmen, folgen sie brav den Anweisungen. Ob sich ersthafte Leser auf so ein Spiel einlassen, ist nicht ganz klar. Doch sicherlich verhelfen solche Tricks dazu, für das bald erscheinende Buch Aufmerksamkeit zu generieren.


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PC Game © lassedesignen - Fotolia.com

PC Game © lassedesignen - Fotolia.com

Zu Beginn des Meisterwerks “Dear Esther” blicken die Spieler von einem kleinen Pier aus auf eine sehr düstere und zudem verdächtig still wirkende Küste in Schottland. Dann beginnt die Geschichte: der Erzähler schreibt einen Brief, in dem er seiner liebsten Esther mitteilt, dass er manchmal das Gefühl habe, auf der besagten Insel geboren zu sein. Schon zu Beginn merkt man, dass die Insel sehr detailliert gestaltet ist. Als eine anfangs namenlose Figur müssen die Spieler die Insel durchwandern. Gleichzeitig lauschen sie in regelmäßigen Abständen dem Monolog des Erzählers, der den Brief an seine liebste Esther schreibt.

Die Spieler müssen einen entfernten Radiomast erreichen, der hoch über die Insel ragt. Doch dabei hat der Spieler nicht viele Möglichkeiten: er kann fast nur umhergehen, entdecken und zuhören. Er muss keine Gegner bekämpfen und auch keine Rätsel lösen. Auch der Weg, den er beschreiten muss, ist immer klar und eindeutig. Die Reise vom Pier am Strand bis zum Leuchtturm dauert gerade mal eine Stunde. Von Spiel zu Spiel ist die Reise aber immer eine andere. Der Anfang der Reise bleibt zwar stets der Gleiche. Die Erzählung wird bei jedem Spiel aber anders zusammengesetzt, man lauscht auch jeweils anderen Abschnitten und Kombinationen der Erzähler-Monologe. Im Laufe des Spiels werden diese sogar noch verworrener. Dabei müssen die Spieler immer wieder nach Hinweisen suchen, die dabei helfen sollen, die Geschichte zu entschlüsseln.

Dear Esther ist eine interaktive Geistergeschichte. Die Beteiligten haben es geschafft, viele beeindruckenden Spielorte zu erschaffen. Kritiker bezeichnen das Spiel sogar als ein Meisterwerk modernen Leveldesigns. Das hat das Spiel zum Aushängeschild einer professionalisierten Indie-Games-Szene gemacht.


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Bei der gamescom dominieren zur Zeit vor allem Sequels, sodass es kaum Spiele gibt die keine Fortsetzungen sind und eine 2 oder 3 hinter ihrem Namen besitzen. Eine der wenigen Ausnahmen ist “Dishonored” und sticht auch gerade deswegen aus der grauen Masse hervor. Wen solche Spielkritiken nicht interessieren und wer lieber selbst aktiv wird, sollte vielleicht hier online suchen.

Der Aufbau des Spieles ist sehr interessant und auch die Grafik sehr ansprechend. So spielt man bei diesem Spiel einen Charakter in einer fiktiven Parallelwelt. Als Vorbild diente dabei für den Entwickler die englische Hauptstadt London. Zeitlich gesehen spielt das Spiel ungefähr im 20. Jahrhundert, wird aber von Menschen bewohnt die sich im Kleidungsstil eher am 17. Jahrhundert orientieren. Man selbst ist Mitglied der Wache der Königin gewesen. Da man aber beschuldigt wurde diese ermordet zu haben wurde man verstoßen. Nun beginnt an dieser Stelle das Spiel, denn man selbst weiß das man nicht verantwortlich für den Mord war. So ist es die Aufgabe des Spielers den Komplott der hinter dem Mord steckt aufzudecken und somit die eigene Unschuld zu beweisen.

Das ist Spiel bietet eine interessante und abwechslungsreiche Mischung aus  Schleich- und rasanten Angriffssequenzen, sowie aus genügend Freiraum zur ungezwungenen Erkundung der Stadt. Somit bleibt es einem selbst überlassen, ob man mit einem Dolch oder einer Armbrust die Wachen töten möchte oder sie lieber leben lässt und sich an ihnen vorbei schleicht. Der Nachteil am Morden ist, dass das Chaos in der Stadt immer größer wird und es auch immer mehr Ratten gibt. Den Ratten kommt sowieso ein interessanter Faktor in diesem Spiel zu. So flüchten diese einzeln vorm Menschen und aus der Stadt, tun sich im Rudel jedoch zusammen und greifen den Spieler und andere Menschen an.

So gilt es die richtige Mischung aus den verschiedenen Spieloptionen zu finden.

Gaming, Quelle: daniel stricker / pixelio.de

 


Gamescom 2010 von docice2/Flickr.com

Gamescom 2010 von docice2/Flickr.com

Die gamescom 2011 findet in Köln statt. Dort darf man gespannt sein welcher Anbieter, welche Plattform und welche Technologie die gamescom prägen und auch nachhaltig im Gedächtnis bleiben. So wird dieses Jahr wieder ein großer Schwerpunkt auf den PC als Spielplattform gesetzte, da viele Entwickler der Meinung sind, dass dieser größere Möglichkeiten anbietet als die derzeit aktuellen Konsolen PS3 oder Xbox 360. So tauchen so gut wie alle Spiele für PS3 und Xbo360 auch auf dem PC auf. Bedingung ist natürlich, dass es sich dabei um keine Spiele handelt, die erweiterte Hardware der Konsole benötigen. Dies wäre dann zum Beispiel das Star Wars Kinect. Dort kann man ganz ohne Controller spielen und das Laserschwert schwingen. So kann man noch intensiver in die aufregende Welt von Luke Skywalker und Darth Vader abtauchen, so als würde man ihnen selbst gegenüber stehen. Weiteres Highlight sind die Spielveröffentlichungen von Nintendo. So soll ein neuer Teil der olympischen Spiele von Mario in Kooperation mit Sonic spielend in London präsentiert werden. Man darf abwarten ob dieser genauso beliebt sein wird, wie die beiden Vorgänger. Außerdem sollen auch ein neuer Mario und Zelda Teil präsentiert werden. Etwas enttäuschend ist, dass Nintendo nicht wie geplant die neue Wii Konsole präsentieren wird. Der Schwerpunkt der diesjährigen gamescom liegt jedoch ganz klar im Bereich der Browsergames. So schmeißen diese zur Zeit am meisten Geld ab und sind günstig in der Produktion. So schaffen es Firmen wie Zyngaa dank der Einbettung bei Facebook durch den Erwerb von virtuellen Gütern sehr starke Umsätze zu erzielen. Auch das Thema 3D spielt wieder eine zentrale Rolle, doch gerade dort sind Zweifel berechtigt, ob sich diese Technik wirklich innerhalb der nächsten Jahre etablieren wird.


GTA 4, Foto: brerlappin_flickr

Grand Theft Auto gehört wohl zu einer der wichtigsten Reihen in der heutigen Konsolen- und Spielelandschaft. So fing GTA damals in den ersten beiden Teilen mit einer ganz einfachen zwei dimensionalen Vogelperspektive an und entwickelte sich dann zu einem wahnsinnig guten 3D Rollenspiel. So überraschte und begeisterte damals GTA 3 mit seiner Geschichte und vor allem auch mit der Grafik. Anschließend kamen die Nachfolger GTA Vice City und GTA San Andreas, welche nicht weniger beeindruckten und die Reihe in Ehren fortsetzten. Vor allem die Spielfreiheit überzeugte bei diesen Spielen. So ist es zwar möglich, die Story strikt runter zu spielen. Doch dadurch würde einem eine Menge entgehen und man würde wahrscheinlich nur die Hälfte der wunderschönen Städte wahrnehmen. So lädt kaum ein anderes Spiel wie dieses den Spieler dazu ein das Spiel auf eigene Faust zu erkunden und die Stadt und deren Bewohner kennen zu lernen.

Nach den Ausflügen nach Sand Andreas und Vice City kehrt das Spiel nun im vierten Teil wieder nach Liberty City zurück. Somit heißt nun dieser Titel auch ganz simpel GTA 4 und reiht sich somit ein. Dieses Mal ist der Hauptcharakter wie in allen anderen GTA Teilen bisher auch, ein typischer Antiheld und nicht gerade ein zimperlicher Bursche. Hier handelt es sich um Niko Bellic, einen Osteuropäer, der nach Amerika gekommen ist, da er in seiner Heimat zu viel Mist gebaut und zu viele Leichen im Keller hatte. Doch auch Amerika scheint nicht das Gelbe vom Ei zu sein und somit muss sich Niko hier erst einmal behaupten und zeigen was er drauf hat.

Spielerisch gibt es nicht wirklich etwas neues aber auch nichts enttäuschendes. Man könnte sagen, dass alle bisherigen Teile in diesem vierten Teil ihre Perfektion finden und den Spieler begeistern wollen.


Ich habe den neusten Clou der Rockstarstudios San Diego in der Konsole gehabt und getestet. Dabei handelt es sich um “Midnight Club: Los Angeles“. Natürlich hat da auch meine persönliche Meinung sehr mit rein gespielt, doch dass muss bei einem Zocker erlaubt sein. Denn ich gebe zu: Ich habe die Midnight Club-Serie immer gegenüber den Need for Speeds und wie sie alle heißen, favorisiert. Und der Abstecher nach Los Angeles zeigt mir mit seinem klassischen, aber behutsam optimierten Arcade-Ansatz, der Benzin unverhohlen mit Adrenalin mischt, dass ich richtig liege. Das Geschwindigkeits-Gefühl ist phänomenal, das Prinzip der offenen Streckenführung auch in Zeiten von Burnout Paradise unerreicht, das visuelle Tuning beispielhaft.

Screenshot, Foto: copssuckftp_flickr

Und dann erst die Kulisse: Dass Rockstar San Diego die kalifornische Metropole nicht maßstabsgetreu umgesetzt hat, störte mich nur am Anfang. Denn die Detailfreude, die einem nicht nur bei den bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern an jeder Straßenecke ins Auge springt, sorgt zusammen mit der stets flüssigen Bildrate immer wieder für Wow-Momente zumal sie auch in den coolen Mehrspieler-Duellen für bis zu 16 Spieler konstant bleibt. Dass Midnight Club L.A. im Gegensatz zum Vorgänger trotz aller Verbesserungen und der Prachtgrafik kein Platin erhält, scheitert an Kleinigkeiten, die sich allerdings summieren: Vereinzelte Grafikfehler z.B. wie die seltenen Textur-Nachlade-Probleme, die mich kurzzeitig aus dem Spiel reißen. Die inkonsequente Polizei-Einbindung. Oder auch die vollkommen unbrauchbaren Rückspiegel. Ganz zu schweigen von dem Fauxpas, dass sich der PDA unübersichtlich auf die Minimap legt. Die kleinen Mehrspieler-Probleme wie fehlende Handicap-Möglichkeiten oder die analog zur Teilnehmerzahl erhöhte Lag-Gefahr sowie die fehlenden Leistungsdaten in der Lobby-Fahrzeugwahl sollen ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Doch in einem Punkt beißt die Maus keinen Faden ab: Auch beim ersten HD-Auftritt zeigt die Midnight Club-Serie der versammelten Konkurrenz nahezu spielerisch leicht, wie prachtvoll und wie einfach, wie packend und fordernd ach so schnöde Arcade-Rennen sein können.

Also von mir gibt es da definitiv eine Kaufempfehlung!


Schlagwort Wolke