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Ein deutsche Bezeichnung für Alternate Reality Games, kurz ARGs genannt, existiert nicht. Damit sind internetgestützte Spiele gemeint, die versuchen, die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fantasie verschwinden zu lassen. Diese Spiele stammen aus den siebziger und achtziger Jahren, als Pen-and-Paper-Rollenspiele ganz aktuell und beliebt waren. Ein solches Spiel war „Das schwarze Auge“. Das ist das Spiel, bei dem damals ein Würfel mit zwanzig Seiten und ein telefonbuchdickes Regelwerk zum Einsatz kamen. Das Spiel hat pubertierenden Jungs dazu verholfen, sich – zumindest in ihrer Phantasie – in Zwerge und Druiden zu verwandeln.
Diese Tradition in Sachen Spiele ist später ins Internet gewandert. Auch der Krimi-Markt hat die crossmedialen Rollenspiele für sich entdeckt. Vor einigen Jahren hat Droemer Knaur USB-Sticks mit verwackelten Videos an den Kunden gebracht. Diese Aktion wurde damals durch Hinweise auf eine Website begleitet. Auf besagter Webseite konnte der geneigte Leser (oder besser gesagt Spieler) Kontakt mit einem Jungen im Alter von zehn Jahren aufnehmen, der von sich glaubte, die Reinkarnation eines Serienmörders zu sein. Dabei handelte es sich um die Hauptfigur aus dem Bestseller „Das Kind“ von Sebastian Fitzek.
Heute werden immer mehr Thriller von Alternate Reality Games begleitet. Ein solches Spiel hat der Verlag Rowohlt als Begleitprodukt zum Roman „Ich bin der Herr deiner Angst“ von Stephan M. Rothers. Das Buch handelt von einem Serienkiller, der bereits in den 80er Jahren Menschen in den Tod trieb. Rowohlt hat das Spiel, welches das Buch begleiten soll, bereits fünf Wochen vor dem Erscheinen des Romans an die Spieler gebracht. Dabei wurden verschiedene Kärtchen mit Angst-Motiven verschickt, die ersten Mitspieler konnten sich über Google finden. Das Spiel handelt von einer Frau, die in Hamburg entführt wurde, von ihrem Entführer – dem „Herr der Angst“. Durch seine neueste Tat versucht er, für einen weit zurückliegenden Mordfall öffentliche Aufmerksamkeit zu erzeugen. Auch wenn die Spieler das Ganze sicherlich nicht ganz ernst nehmen, folgen sie brav den Anweisungen. Ob sich ersthafte Leser auf so ein Spiel einlassen, ist nicht ganz klar. Doch sicherlich verhelfen solche Tricks dazu, für das bald erscheinende Buch Aufmerksamkeit zu generieren.
Viele Spieler haben darauf gewartet, auf das neue The Elder Scrolls 5. Es trumpft zwar nicht mit einer neuen Grafik auf, punktet aber zielgenau mit der Atmosphäre und der Inszenierung.
Die Systemvoraussetzung für das Spiel ist nicht ausgefallen. Man braucht lediglich ein Dual Core Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher und eine DX9 Grafikkarte mit 512 MB RAM. Wer befürchtet er bräuchte einen DirectX10, der irrt. Man benötigt, selbst auf dem höchsten Level, lediglich ein Quad Core und eine Grafikkarte von GeForce GTX 260 oder ATI Radeon 4890 mit 1 GB Speicher. Doch einen Arbeitsspeicher von 4 GB braucht man schon, um ans Ziel zu kommen.
Beim Spielen selbst fühlt man sich sofort zurückversetzt in die Zeit der Ritter und Burgen. Hoch im Norden beginnt das PC Spiel. Die Farben passen sowohl in die Zeit als auch in den Norden. Alles sieht etwas rauer aus, als man es gewohnt ist. Der Hauptcharakter ist ein Gefangener, dessen Ziel es ist, sich zu befreien. Wie, wird einem nicht gesagt. Mit dem Helden, den man sich aussuchen kann geht es durch Skyrim und raue Gebirgslandschaften. Bäume und Sträucher, Wasserfälle, kleine Flüsse und Bergspitzen, damit bekommt man es zu tun. Der auserwählte Held besitzt Rüstungen und Waffen mit denen er sich im virtuellen Leben zurechtfinden muss. Und es gibt wahrlich viel zu tun.
Es gibt viel zu entdecken und zu erlernen. Beispielsweise kann man das Handwerk eines Schmieds lernen und könnte selbst seine Reparaturen an der Rüstung durchführen, wenn sie überhaupt kaputt gehen würden. Tun sie aber nicht, da die Ausrüstungen in dem Rollenspiel nicht beschädigt werden. Es ist ein Spiel für alle Mittelalter-Fans und Rollenspieler, die das Leben der Ritter unfassbar spannend finden.

Limbo, Foto: raulzito2_flickr
Limbo, ein düsterer Indie-Hit , welcher bis jetzt nur auf Konsolen zu finden war,den es nun endlich auch für den Pc zu kaufen gibt.
Worum geht es?
Ein kleiner Junge steht völlig allein in einem dunklen Wald. Er rennt und rennt, springt über Abgründe, klettert auf Leitern, weicht Fallen aus etc. Er hat keinen Namen und spricht kein Wort. Denn er ist völlig allein in dieser grauen,düsteren Welt. Doch gibt es genügend Gegner, die ihn auf seinem Weg aufhalten wollen. Allerdings hat er keine Waffen und kann sich nicht wehren, er verfolgt nur ein Ziel: er will seine Schwester finden, die im Limbus, dem äußeren Kreis der Hölle gefangen ist.
Atmosphäre
Das auch Spiele Kunst sein können, beweist Limbo. Mit seiner völlig farblosen Grafik strahlt das Spiel trotzdem in vollem Maße. Es wird eine düstere und beklemmende Atmosphäre ausgestrahlt, von der viele andere Vollpreisspiele nur träumen können. Auch gibt es keine Musik, sondern nur eine angsteinflößende Klangkulisse,welche perfekt mit der Grafik harmoniert.
Wie spielt sich Limbo?
Limbo ist ein guter Mix aus Knobelspiel 2D-Jump&Run. Dabei ist der Junge auf der Suche nach seiner Schwester einigen Bedrohungen ausgesetzt. Ob Gruben,Fallen,Kreissägen und vieles mehr, man muss jedes Mal nach neuen Lösungswegen suchen, wobei oft die Hilfe der Physik zum Einsatz kommt, indem man Tore öffnet, Schalter drückt, Bäume umstürzt. LImbo liefert kaum Tipps zum Lösen dieser Hindernisse.
In vielen Szenen wird der Junge von einer riesigen schwarzen Spinne verfolgt, welcher man nur mit guten Reaktionen entkommt. Schafft man es nicht ihr zu entkommen, wird der Junge zerstampft, zersägt,oder ihm werden die Knochen gebrochen. Diese brutalen Szenen machen Limbo auch zu einem Spiel,welches die USK-Freigabe 16 verdient.
Das grüßte Problem an Limbo ist, dass es so verdammt schnell durchgespielt ist. Ein geübter Spieler benötigt 3 Stunden, bis er am Ende des Spiels angelangt ist. Allerdings sind dies 3 Stunden die jedem Spieler lange im Gedächtnis bleiben werden und mit einem Verkaufspreis von nur 10 Euro auch zu rechtfertigen sind.

Streetfighter 4, Foto: jayawings_flickr
Street Fighter, ein Klassiker, mit über 28 Millionen verkauften Exemplaren ist es die erfolgreichste Fighting-Game Serie. Nun kommt der vierte Teil „Street Fighter 4“ auf den Markt. Es wird versucht mit altem Konzept in modernster Grafik bei den alten Fans zu punkten. Auf dem alten Nintendo noch in gezeichneter Comic-Optik sollen nur perfekt animierte Charaktere gegeneinander antreten. Zur Freude alter Fans sind auch die altbekannten Charaktere wie Ryu, Blanka und Honda noch vertreten. Doch auch neue Charaktere kamen hinzu, der Boxer Dan oder die listige Crimson Viper, um nur zwei der acht neuen Charaktere zu nennen. Insgesamt stehn dem Spieler 26 Kämpfer zur Verfügung, das sorgt für Abwechslungsreiche Fights und längerfristigen Spaß an dem Spiel.
Neu ist die tolle Grafik, die liebevoll gestalteten Szenerien wirken wie mit Wasserfarben gemalt. Mit geschmeidigen Bewegungen vollführen die Akteure ihre beeindruckenden Aktionen. Gewaltige Spezialattacken lassen die Mattscheibe förmlich brennen. Selbst bei bildschirmfüllenden Grafikeffekten gerät die Optik nie ins Stottern.
Der Hersteller Capcom verzichtet auf Spielereien wie eine Charakter Designer oder ähnliches, ebenso wird weiterhin zweidimensional gekämpft. Die Illusion der Dreidimensionalität entsteht nur aus der guten Gestaltung der Kämpfer.
Am Kämpfen an sich hat sich nicht viel verändert, nach wie vor hat jeder Charakter sechs Grundattacken und jeweil individuelle Spezialangriffe
Es zählen auch heute noch die richtige Taktik, gutes Reaktionsvermögen, eine perfekte Beherrschung des eigenen Kampfstils und das richtige Timing. Als Kritikpunkt ist aber zu konstatieren, dass es ohne Joystick nur halb so viel Spaß macht, wie es machen könnte, da sich die Aktionen am Steuerkreuz nicht so präzise durchführen lassen, wie am Joystick.
Als Fazit zog die Computerbild trotzdem eine sehr gute Bewertung (Testnote: 1,49) und verleiht das Prädikat „empfehlenswert“.
